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Paarung-Trächtigkeit-Aufzucht

BITTE ZÜCHTET NICHT!!! DIES SOLL KEINE ANLEITUNG/KEIN AUFRUF ZUR ZUCHT SEIN, SONDERN LEDIGLICH ZUR INFORMATION DIENEN. TROTZ ZAHLREICHER INFORMATIONEN IM INTERNET, BITTE IMMER DEN TIERARZT ZU RATE ZIEHEN!

Viele Kaninchenliebhaber (ich auch) vertreten die Meinung, dass man Kaninchen nicht extra züchten sollte, sondern den Kaninchen ein Zuhause geben, welche sowieso schon das Licht der Welt erblickt haben und auf ein gutes Zuhause warten, daher sind Kastrationen sehr wichtig!

Der komplikationslosere/einfachere Eingriff ist zumeist die Kastration eines Bockes. Hier ist es wichtig, dass nach der Operation eine Kastrationsfrist von 6-7 Wochen eingehalten wird, d.h. das kastrierte Böckchen lebt diese Zeit noch vom Weibchen getrennt, weil er noch zeugungsfähig ist.  Kaninchen sind ab der 12. Lebenswoche geschlechtsreif!

Sollte es dann doch mal zur Paarung/zum Deckakt kommen, sollte man einiges beachten…

Trächtigkeit: Die Tragzeit beträgt ca. 28 - 33 Tage. Diese Zeitangabe schwankt je nach Rasse der Kaninchen.

In der ersten Zeit der Trächtigkeit, kann man diese nur schwer feststellen. Die meisten Kaninchendamen durchleben dann aber schwankende Verhaltensänderungen. Diese können zum Beispiel sein:

-          Sie werden zickiger.

-          Oder aber sie werden viel verkuschelter.

-          Sie fangen an zu fauchen und/oder zu knurren, wenn der Mensch sich nähert.

-          (bei schon fortgeschrittener Trächtigkeit) Sie rupfen sich Fell heraus, um damit ein Nest herzurichten und auszupolstern.

-     (bei schon fortgeschrittener Trächtigkeit) Sie tragen oftmals Nistmaterial im Maul umher.(s.Foto)


 

Selbstverständlich gibt es, wie auch beim Menschen, mit

der Zeit visuelle Anzeichen :

-          Der Bauchumfang nimmt zu!

-          Die Zitzen schwellen an, werden dicker.

Als Tierhalter sollte man der launischen Dame in der Zeit einiges bieten, man sollte zahlreiche Punkte beachten :

-          Werdende Kaninchenmamas benötigen eine sehr vitamin- eiweiß- und mineralreiche Kost. Dies ist zu gewährleisten mit abwechslungsreicher Kost, viel Knollengemüse (z.B. Sellerie, Steckrübe, Kohlrabi), viel Wiesengrün und frische Kräuter (bitte nicht Liebstöckel und Petersilie -> wirken wehenfördernd). Viele unseriöse Züchter geben den werdenden Müttern Eierschalen zu fressen, was natürlich absolut nich einer artgerechten Ernährung der Kaninchen entspricht. Diese Züchter sollte man am Besten meiden und bloß nicht nachmachen!

-          Höhlen, Häuser Verstecke sind im Gehege aufzustellen, damit das trächtige Weibchen einen sicheren/geeigneten Ort findet um ein Nest für ihren Nachwuchs zu errichten.

-          Nach ca. 2-3 Wochen der Trächtigkeit sollte ihr genügend Nistmaterial zur Verfügung gestellt werden. Das kann viel Heu und Stroh sein, aber auch kleine Handtüche, Teppiche oder Decken, die sie in das Nest integriert.

(folgendes Bild zeigt ein errichtetes Nest während einer Scheinschwangerschaft, hier wurde Heu, Haare und ein kleiner Teppich verwendet)

-     Sobald der Nestbau beginnt, die ersten Haare zur Auspolsterung des Bettes gerupft sind, bitte nicht mehr das Gehege säubern.

-          Nicht nicht häufig hochnehmen, oder gar in Stress versetzen, denn die werdende Mama steht bereits schon sehr unter Druck.

Geburt:

Oftmals geschieht dieses Wunder in der Nacht und die Kaninchendame schafft es ganz ohne menschliche Hilfe.

 

Kontrolle postnatal:

Man sollte, sobald man bemerkt, dass die Jungen da sind, regelmäßig das Nest kontrollieren. Denn leider können zu kleine, schwache Tiere es auch niemals aus dem Nest heraus schaffen und das Leben endet dort.  Tote Tiere und Nachgeburten-Reste müssen herausgenommen werden. Herausgefallene Junge müssen wieder in das Nest hereingelegt werden. Während der Kontrolle des Nestes muss die Mutter abgelenkt werden, sie könnte aggressiv reagieren, wenn sie merkt, dass man an ihren Nachwuchs dran möchte. Ablenkung kann durch gesunde Leckerlies oder Spielzeug erfolgen. Ist es zwecklos, muss man das Muttertier leider für die Kontrolle aus dem Gehege entfernen. Vorsicht hierbei ist es durchaus möglich, angefaucht gebissen und/oder gekratzt zu werden.

 

Nachwuchs: Der Nachwuchs kommt völlig nackt (unbehaart), blind und taub zur Welt. Von „das Licht der Welt erblicken“ ist also hier gar nicht die Rede. Die Jungen werden einmal täglich von dem Muttertier gesäugt. Am wichtigsten ist die erste postnatale Milch, auch Kolostralmilch, oder „Biestmilch“ genannt. Diese enthält eine hohe Konzentration an Abwehrstoffen, den Immunglobulinen und ist sehr eiweißreich. Die Aufnahme von Immunglobulinen ist für Kaninchenkinder lebensnotwendig, da sie ohne jegliche Antikörper geboren werden.

Veränderungen mit der Zeit anhand von Tagesbeispielen:

-          Am 4. Lebenstag: kleine, weiche Flaumhärchen fangen an zu sprießen.

-          Am 9. Lebenstag: Zum ersten Mal werden die Augen geöffnet.

-          Bis zum 12. Lebenstag: Die Flaumhärchen entwickeln sich zu einem richtigen Fellkleid.

-          Am 14. Lebenstag: Sie haben dichtes Fell und fangen so langsam an aus dem Nest zu klettern.

-          Am 21-ca. 23 Lebenstag: Sie dürfen allmählich an das Aufzuchtfutter gewöhnt werden.

-          Am 30. Lebenstag: Sie sind schon sehr selbstständig und erkunden ihre Umgebung in eigener Regie.

-          Am 30.-35. Lebenstag: Nun kann man die Kaninchenkinder an Frischfutter gewöhnen und auf eine gesunde, kaninchengerechte Ernährung umstellen. In der Zeit von Milch- auf Frischfutter-Ernährungsumstellung, nehmen Jungtiere teilweise den Blinddarmkot der Mutter auf. Die darin enthaltenen Bakterien unterstützen den Aufbau einer gesunden Darmflora und sind vor allem für die schwächeren Jungtiere nützlich.

-          Am 57.-65. Lebenstag: Die Kaninchen könnten nun in schöne, artgerechte Zuhause vermittelt werden und von dem Muttertier getrennt werden.

-          Am 83.-84. Lebenstag (12 Wochen nach der Geburt!!!): Böckchen müssen von Weibchen unbedingt vorerst getrennt werden, um eine erneute Paarung zu vermeiden. Hier würde man auch von einer Inzest-Paarung sprechen, woraus leider auch häufig misgebildete, behinderte Kaninchenbabys resultieren.

 

Mutter ignoriert Nachwuchs/Handaufzucht: Hier muss der Mensch eingreifen. In der Natur ist das selbstverständlich nicht möglich, doch wenn man bei der heimischen Haltung die Möglichkeit hat Leben zu retten, sollte man diese auch nutzen. Zur Handaufzucht findet ihr eine umfassende Anleitung unter folgendem Link:

http://www.diebrain.de/k-handaufzucht.html

Scheinschwangerschaft: Die Paarung ist nicht geglückt, das Weibchen ist, trotz Deckaktes, nicht tragend. Das weiß man natürlich auf Anhieb nur, wenn eines der zwei Tiere kastriert ist. Leider bereitet sich das Weibchen trotzdem auf ihren Nachwuchs vor, weil sie „im Glauben ist“ sie hat bald ein Nest voller Junge. Auch hier ist der Fall, dass die Stimmung des Tieres sehr schwankt, sie auch ein Nest baut und es bewacht. Man soll sie auch erstmal nicht enttäuschen und solange sie an ihrem Nest herumbaut und werkelt, es nicht zerstören. Wenn sie es dann so ca. 1 Woche nicht mehr beachtet, kann man es zerstören und sie hat „die Schwangerschaft, die ja auch nie gegenwärtig war, vergessen“.

Bei weiteren Fragen rund um dieses Thema helfen auch seriöse Kaninchenforen im Internet. ACHTUNG: hier bitte vergewissen, ob es Züchter- oder Liebhaber-foren sind. Die Züchter-Seiten eher meiden.

Ich stehe natürlich auch gerne bei Fragen zur Verfügung.

 

 

 

 

 




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